Lebensraum-Kai

Seit Jahrhunderten formt der Mensch Naturräume nach seiner Vorstellung und für seine Entwicklung um: Wenn aus Natur- und Ackerflächen Siedlungsflächen und Gewerbegebiete werden, werden aus Naturräumen Wohlstandsräume. Solche Eingriffe in die Natur verlangen Verantwortung und ein großes Maß an Demut – und diesem Spannungsfeld zwischen Industrie, Gesellschaft und Umwelt stellt sich der Zweckverband Hafen Straubing-Sand (ZVH) sehr bewusst.

Der Donau kommt als Handelsfluss nicht nur eine große wirtschaftliche Bedeutung zu, sie stellt auch einen immens wichtigen Lebens- und Naherholungsraum dar. Diesen Raum gezielt zur Stärkung der Lebens- und Arbeitsqualität im Hafen Straubing-Sand zu nutzen ist das erklärte Ziel: ein lebenswertes und lebendiges Hafengebiet, das gleichermaßen Wirtschafts-, Natur- und Lebensraum ist.

Das dafür ins Leben gerufene Projekt „LebenSRaumHafen“ bringt Ansiedler, Politik, amtliche und ehrenamtliche Natur- und Umweltschutzverbände und Bürger zum offenen Dialog an einen Tisch. Nach und nach entsteht so ein LebenSRaum, in dem ein gesundes und faires Gleichgewicht Mensch-Natur herrscht. Natur-, Lebens- und Arbeitsräume werden dafür nachhaltig miteinander vereint, umweltschonende Verkehrsträger gefördert und das Arbeitsumfeld mensch- und naturfreundlich gestaltet. Ansiedler, Beschäftigte und Nachbarn sollen sich am Hafen Straubing-Sand wohl fühlen.

Die Maßnahmen im Einzelnen:

LebenSRaum Mensch

Obstlehrpfad

  • Informationstafeln an den Obstbäumen rund um den BioCubator
  • Sitzgelegenheiten unter den Bäumen
  • Obsternte durch Mensch und Tier

Fahrradwege

  • Ausweisung neuer Fahrradwege zum und im Hafen
  • Radewegenutzung in Kooperation mit Ansiedlern

Öffentlicher Nahverkehr

  • Schaffung eines neuen Bahnhaltepunkts
  • Verbesserte Stadtbusanbindung

LebenSRaum Natur

Flächentausch

  • Tausch von Industrie- und ökologischen Ausgleichflächen zum gegenseitigen Nutzen

Ökologische Flächennutzung

  • Flächennutzungskonzept „Besseres Grün“ für freie Flächen
  • Vielfältigkeit bei Anbau und Nutzung: Blühflächen, Bienenweiden, Energiepflanzen, Reduktion von konventionellem Anbau,…
  • Umwandlung von überdüngten Böden in artenreiche Magerwiesen durch Ausmagerung

Schaffung von Lebensräumen

  • Ausbaggern potentieller Fischfallen
  • Insektenfreundliche Bewirtschaftung freier Flächen
  • Schaffung von biologischer Vielfalt: wolliger Odermennig, Buchweizen, Beinwell, wilde Möhre, Rheinfarn, Wicken,…

Haben Sie Ideen oder wollen Sie mitwirken? Unter 09421/785-100 oder können Sie uns erreichen – wir freuen uns!

Für uns ist der Hafen ein Ort, an dem grenzenlose Perspektiven verwirklicht werden.
Wenn er das auch für Sie werden soll: Anruf oder Mail genügt!