Lebensraum-Kai

Leben heißt durchatmen. Schauen, fühlen und fließen. Leben bedeutet aber auch Bestätigung, Arbeit, Anstrengung und Verantwortung. Und Leben braucht Raum.

Seit Jahrhunderten nutzt der Mensch Räume für seine Entwicklung. Aus Natur- und Ackerflächen werden Siedlungsflächen und Gewerbegebiete, in denen Unternehmen unseren Wohlstand garantieren. Jedoch wird immer deutlicher, dass diese Eingriffe in Naturräume Verantwortung und ein größeres Maß an Demut verlangen.

Der Hafen in Straubing-Sand bietet heute ca. 90 Ansiedlern Entwicklungsmöglichkeiten auf 220 ha Gesamtfläche. Dem Spannungsfeld zwischen Industrie, Gesellschaft und Umwelt will sich der Zweckverband Hafen Straubing-Sand (ZVH) stellen. Richtschnur dafür ist das Wissen um die Bedeutung des Wirtschafts- aber auch des Lebens- und Naherholungsraums entlang der Donau. Ziel ist ein lebenswertes und lebendiges Hafengebiet – für Ansiedler, Beschäftigte und Anwohner, die im Hafen Straubing-Sand Wirtschafts-, Natur- und Lebensraum gleichermaßen erleben können, aber auch für die Natur, die einen Steinwurf von der Industrie entfernt gedeiht.

LebenSRaum Mensch

In Kooperation mit Ansiedlern, Politik, amtlichen und ehrenamtlichen Umweltschützern und Bürgern entsteht so nach und nach ein facettenreicher LebenSRaumHafen.

Das Projekt

LebenSRaumHafen ist ein offenes und dialogorientiertes Projekt zur Stärkung der Lebens- und Arbeitsqualität im Hafen Straubing-Sand. Verschiedene Maßnahmen zur Steigerung dieser Qualität werden schrittweise umgesetzt. Im Mittelpunkt stehen Mensch und Natur und deren Einklang im Umfeld eines Industriestandortes.

Mensch

Obstlehrpfad

  • Informationstafeln an den Obstbäumen rund um das Technologie- und Gründerzentrum
  • Sitzgelegenheiten unter Bäumen
  • Obsternte durch Mensch und Tier

Fahrradwege

  • Ausweisung neuer Fahrradwege zum Hafen und im Hafen
  • Radwegenutzung über Privatflächen von Ansiedlern

Öffentlicher Nahverkehr

  • Stadtbusanbindung
  • Schaffung eines neuen Bahnhaltepunkts

Natur

Flächentausch

  • Tausch von Industrieflächen und ökologischen Ausgleichsflächen zu gegenseitigem Nutzen

Ökologische Nutzung öffentlicher Flächen

  • Diversifizierung von Anbau und Nutzung: Blühflächen, Bienenweiden, Energiepflanzen und Reduktion von konventionellem Anbau
  • Ausmagerung überdüngter Böden

Lebensräume schaffen

  • Ausbaggern potentieller Fischfallen
  • Insektenfreundliche Bewirtschaftung freier Flächen
  • Raum für Biodiversität der Flora: wolliger Odermennig, Buchweizen, Beinwell, wilde Möhre, Rheinfarn, Wicken etc.
  • Honigbienenwagen
  • Insektenhotels

 

Ziele

  • Transparente und dialogorientierte Weiterentwicklung des Hafens als Lebensraum für Mensch und Natur
  • Natur-, Lebens- und Arbeitsräume nachhaltig gestalten und miteinander vereinen
  • Nutzung umweltschonender Verkehrsträger fördern
  • Schaffung von Mehrwert für Nachbarschaften

Für uns ist der Hafen ein Ort, an dem neue Perspektiven verwirklicht werden.
Wenn er das auch für Sie werden soll: Anruf oder Mail genügt!